Dezember 2017

Wirksame Hausmittel der Naturheilkunde Teil 1

Als Hausmittel bezeichnet man alternative und kostengünstige Massnahmen zur Selbsthilfe bei harmlosen Krankheiten und zu deren Vorbeugung. In der Regel kannten unsere Omas und Uromas auch ohne medizinische Ausbildung den passenden Tee gegen Husten und die richtigen Nahrungsmittel bei Abführen oder Durchfall. In diesem Sinne stellen Hausmittel den Bereich der Naturheilkunde dar, der sich mit einfach praktikablen und naturgemässen Sebstbehandlungsmöglichkeiten beschäftigt. Doch Hausmittel beschränken sich nicht nur auf die Gesundheit im engeren Sinn, sie bereichern den Kosmetikschrank, die Kochkunst und den Haushalt ganz allgemein. Ausserdem profitieren auch Haustiere und Pflanzen von den natürlichen und meist einfach anzuwendenden Tipps und Tricks.

1. Natron - Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3)

Das wohl vielseitigste und wirkungsvollste Hausmittel ist Natron. Bekannt ist Natron unter anderem als Zutat im Backpulver. Daneben gibt es aber noch viele andere Anwendungen für dieses Salz.

Bei was kann Natron helfen

  • bei Insektenstichen (äussere Anwendung)
  • bei Sonnenbrand (T-Shirt in Natron versetztes Wasser tränken und dann anziehen ca.20 Min oder bis trockenfrüchten )
  • bei Blasenentzündung
  • zum Zähne putzen (hemmt die Bildung von Karies, abrasive Wirkung gegen Ablagerungen, macht Zähne wieder strahlender weiss, allerdings nur bei perfektem Zahnschmelz verwenden, könnte sonst evtl. Zahnschmelzdefekte verstärken)
  • gegen Mundgeruch (Natron gurgeln)
  • gegen Sodbrennen (kann die Übersäuerung des Magens abmildern, in vielen Produkten gegen Sodbrennen und gegen säurebedingte Magenprobleme enthalten, namhafte Produkte bestehen fast bis zu 100% aus Natron, werden aber teuer verkauft)
  • Hautpeeling
  • gegen unreine Haut (mit Wasser und Natron gemischte Paste ins Gesicht und verreiben, gutes Peeling und beugt Mitessern vor)
  • zur Behandlung der metabolischen Azidose und Hyperkaliämie
  • Neutralisiert den Säurenüberschuss im Körper
  • Grippeerkrankungen
  • Erkältungen
  • gegen schmerzende, müde Füsse (Fussbad)
  • verjüngende Wirkung (ca. 80g als Zusatz in Vollbädern)
  • vertreibt Schweissgeruch (z. B. einfach in die Achselhöhlen pudern, macht Deos unnötig)
  • perfekt für Reiseapotheke (gegen Völlegefühl oder Unwohlsein nach dem Essen von unbekannten Speisen, ca. 1 Teelöffel in ein Glas Wasser und trinken)
  • in der Krebstherapie (billigstes, sicherstes und evt. wirkungsvollstes Krebsmedikament, bei Chemotherapien wird es verabreicht, um Organe vor dem Gift zu schützen)
  • gegen Pilze
2. Abwehrkräfte stärken in Winter

Dies ist ein eindeutiges Zeichen dafür, dass Deine Muskeln beginnen loszulassen. Sie entspannen und lassen sich sinken, werden lockerer und weicher. Du fühlst Dich gelöster und empfindest diese Muskelentspannung häufig als Schwere in den Gliedern. Manchmal spürst Du auch ein Gefühl der Leichtigkeit, je nach Tiefe Deiner Muskelentspannung. Dieses Gefühl zeigt sich oft am Morgen, wenn Du gut und tief geschlafen hast und es Dir noch schwer fällt (im wahrsten Sinne des Wortes) aufzustehen.

Bei den erkältungs- und grippebedingten Extremitätenschmerzen lässt sich Naturheilkunde pflanzlichen wie Weidenrinden, Kamillenblüten, Arnikablüten, dem Goldrutenkraut oder Weihrauch für Heilung sorgen. Weiterhin lässt den Einsatz kalter Wickel für die Waden häufig eine deutliche Verbesserung des Gesundheitszustandes erreichen. Zeigen die Wadenwickel keine Wirkung, kann z.B, ein so genanntes absteigendes Vollbad als wirkungsvolles Hausmittel gegen Fieber eingesetzt werden.


Den Betroffenen, die nicht unter Fieber leiden (bzw. nur unter moderatem), verschafft unter Umständen ein warmes Bad Linderung. Verstärkt werden kann die Wirkung, wenn dem Badewasser zusätzlich durchblutungsfördernde Essenzen beispielsweise von Birken-, Brennnesselblättern oder Fichtennadeln beigefügt werden.


Ein weiteres bewährtes Hausmittel bei Erkältung ist das Inhalieren. Das Einatmen des heissen Dampfes kann sehr wohltuend bei Schnupfen und quälendem Husten sein, da es die gereizten Schleimhäute befeuchtet und festsitzenden Schleim aus der Nase und dem Bronchialsystem löst.

Nicht nur die Alternativmedizin rät bei erkältungs- und grippebedingten Gliederschmerzen viel Flüssigkeit aufzunehmen. Am besten geeignet sind hier Wasser und Tees mit Kamillenblüten, Weidenrinde-, Lindenblüten- oder Ingwer. Wichtig ist es, dem Körper viel Schlaf und Ruhe beziehungsweise Erholung zu gönnen. Körperliche Anstrengung sollte soweit wie möglich vermieden werden.

Anleitung für Inhalation mit Salzwasser

  1. Füllen Sie eine Schüssel mit kochendem Wasser
  2. Geben Sie etwas Koch- oder Meersalz hinzu (Neun Gramm pro Liter Wasser)
  3. Beugen Sie den Kopf über den Wasserdampf
  4. Legen ein Handtuch über Ihren Kopf, damit der Dampf nicht entweichen kann
  5. Atmen Sie während des Inhalierens ruhig und tief ein und aus
  6. Wiederholen Sie die Anwendung zwei- bis dreimal täglich für jeweils fünf bis zehn Minuten

Nicht nur die Alternativmedizin rät bei erkältungs- und grippebedingten Gliederschmerzen viel Flüssigkeit aufzunehmen. Am besten geeignet sind hier Wasser und Tees mit Kamillenblüten, Weidenrinde-, Lindenblüten- oder Ingwer. Wichtig ist es, dem Körper viel Schlaf und Ruhe beziehungsweise Erholung zu gönnen. Körperliche Anstrengung sollte soweit wie möglich vermieden werden.

3. Hausmittel zum Abführen

Bestimmte Nahrungsmittel können bei Verstopfung Hilfe bringen. Hausmittel zum Abführen sind hier rohes Sauerkraut, über Nacht eingeweichte Trockenfrüchte, wie Aprikosen, Pflaumen oder Feigen, sowie Hülsenfrüchte. Ein Müsli mit frischem Obst, angereichert mit einem Löffel Kleie oder Milchzucker und mit Naturjoghurt vermischt, ist nicht nur ein gesunder Start in den Tag, sondern kann dem trägen Darm Beine machen und ein ganz natürliches Abführen erleichtern. Der Verzehr von Weintrauben oder einem großen Stück Wassermelone kann ebenso hilfreich sein. Für regelmässigen Stuhlgang sorgt zudem eine Scheibe frische Ananas, die nach jeder Mahlzeit gegessen wird.
Regelmässiger Verzehr von Naturjoghurt, Kefir oder das Trinken von Molke, unterstützt die Darmflora durch die darin enthaltenen Milchsäurebakterien und kurbelt gleichzeitig die Verdauung an. Ein Esslöffel Kleie oder Leinsamen dazu bringt zusätzliche Hilfe. Hier ist unbedingt daran zu denken, dass parallel genügend Wasser getrunken wird. Milchzucker ist ebenfalls ein sanftes Hausmittel zum Abführen, jedoch nur, wenn keine Laktoseintoleranz vorliegt. Der Milchzucker wird in Flüssigkeit oder aber in Joghurt oder Müsli untergerührt.

Flüssiges zum Abführen

Verschiedene Säfte können das Abführen erleichtern, so zum Beispiel das Trinken von naturtrübem Birnen- oder Apfelsaft. Pflaumensaft ist ein hilfreiches Hausmittel, jedoch sollte dieser nur in kleineren Mengen konsumiert werden, da er leicht zu Durchfallführen kann. Eine Tasse Buttermilch, morgens auf nüchternen Magen kann den erwünschten Erfolg bringen. Auch dreimal täglich einen Esslöffel - oder Löwenzahnsaft aus dem Reformhaus in etwas Wasser gemischt und dies dann nach den Mahlzeiten getrunken, ist zwar nicht unbedingt lecker, kann die Verdauung jedoch positiv beeinflussen.

Reines Olivenöl zu schlucken ist nicht für jede/n ganz einfach, kann jedoch die Darmpassage durchaus erleichtern. Verstärkt wird die Wirkung, wenn das Öl einige Tage vor Gebrauch mit Pfefferkörnern angereichert wurde. Wirksam ist auch ein Glas warmes Wasser, vermischt mit einem Esslöffel voll Apfelessig und einem Teelöffel Honig. Das Ganze wird am besten nüchtern getrunken. Selbst Mineralwasser kann eine Wirkung zeigen, da sich die darin enthaltene Kohlensäure positiv auf die Darmbewegungen auswirkt. Am besten wird dies mit etwas naturtrübem Apfelsaft gemischt.

Kaffeetrinker leiden allgemein seltener an Verstopfung als solche, die das schwarze Getränk ablehnen, da Kaffee generell die Verdauung anregt.

0 Kommentar

Antworten